95 BEDENKENSWERTE WORTE ZUM REFORMATIONSJUBILÄUM 2017

1

Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder eures Vaters
im Himmel seid. Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es
regnen über Gerechte und Ungerechte.

(Mt.5,44-45)
2

Gott sagt: „Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes
und nicht am Brandopfer.“

(Hos.6,6)
3

Was nun das Essen von Götzenopferfleisch angeht, wo wissen wir, dass es keinen
Götzen gibt in der Welt und keinen Gott als den einen. Und obwohl es solche gibt,
die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter
und Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge
sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und
wir durch ihn. Aber nicht jeder hat die Erkenntnis. Denn einige, weil sie bisher an die
Götzen gewöhnt waren, essen’s als Götzenopfer; dadurch wird ihr Gewissen belastet,
weil es schwach ist. Aber an der Speise entscheidet sich gar nichts. Essen wir nicht, so
werden wir darum nicht weniger gelten, essen wir, so werden wir darum nicht besser
sein. Seht aber zu, dass diese eure Freiheit für die Schwachen nicht zum Anstoß wird.

(1.Kor.8,4-9)
4

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und
Freude in dem heiligen Geist.

(Rö.14,17)
5

Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es
soll mich nichts gefangen nehmen.

(1.Kor.6,12)
6

Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles
baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.

(1.Kor.10,23-24)
7

Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut, Keuschheit.

(Gal.5,22-23)
8

Liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wofür ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So
wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist
gütig gegen die Undankbaren und Bösen.

(Lk.6,35)
9

Der Berufene hat kein übliches Herz, er betrachtet der hundert Sippen Herz als das
seine. Zu den Guten bin ich gut, zu den Nichtguten bin ich auch gut, - Urkraft ist die
Güte! Zu den Treuen bin ich treu, zu den Nichttreuen bin ich auch treu, - Urkraft ist
die Treue!
Der Berufene lebt in die Welt ganz eingezogen, aber macht sein Herz weltweit.
Die hundert Sippen richten sämtlich auf ihn Ohr und Auge, der Berufene behandelt
sie alle mit lächelnder Güte.

(Tao-Te-King)
10

So wahr ich lebe, spricht Gott, der Barmherzige: ich habe kein Gefallen am Tod des
Gottlosen, sondern daran, dass der Gottlose umkehrt von seinem Weg und lebt.

(Hes.33,11a)
11

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Und richtet nicht, so werdet
auch ihr nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so
wird euch vergeben. Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes
und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß,
mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.

(Lk.6,36-38)
12

Die Barmherzigkeit eines Menschen gilt allein seinem Nächsten; aber Gottes
Barmherzigkeit gilt der ganzen Welt.

(Sirach 18,12)
13

Der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen; und:
Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.

(2.Tim.2,19)
14

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Barmherzige von dir fordert, nämlich
Gottes Wort halten und Liebe üben und mitgehen mit deinem Gott.

(Micha 6,8)
15

Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das
Gesetz und die Propheten.

(Mt.7,12)
16

Der ist nicht stark, der in der Not nicht fest ist. Errette, die man zum Tode schleppt,
und entzieh dich nicht denen, die zur Schlachtbank wanken. Sprichst du: „Siehe, wir
haben’s nicht gewusst!“, fürwahr, der die Herzen prüft, merkt es, und der auf deine
Seele achthat, weiß es und vergilt dem Menschen nach seinem Tun.

(Spr.24,10-12)
17

Tu deinen Mund auf für die Stummen und für die Sache aller, die verlassen sind.

(Spr.31,8)
18

Gott sagt: „Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und
will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes
Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Menschen aus euch
machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.“

(Hes.36,26-27)
19

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit
und Wahrheit. Prüft, was Gott wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den
unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.

(Eph.5,8c-11)
20

Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, wird er
ernten.

(Gal.6,7)
21

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch
der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet,
und flucht nicht. Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden. Seid
eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch
herunter zu den geringen. Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses
mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist’s möglich, soviel an
euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.

(Rö.12,12-18)
22

Besser ist aufhören, denn überfüllen. Die Klinge, immerfort geschärft, bleibt nicht
lange Klinge. Der Saal, mit Gold und Jade vollgestopft, ist nicht vor Räubern zu
bewahren. Glanz und Ehren, mit Hochmut gepaart, ziehn sich selbst ins Verderben.
Zurückziehn nach getanem Werk, so ist das Tao des Himmels.

(Tao-Te-King)
23

Da rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher
gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist
es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein;
und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein.

(Mk.10,42-44)
24

Jesus spricht: Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich
kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

(Mt.7,21)
25

Seid Täter des Wortes und nicht bloß Hörer; sonst betrügt ihr euch selbst.

(Jak.1,22)
26

Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an Kleidung und an der
täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu ihnen: Geht hin in Frieden,
wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet ihnen aber nicht, was der Leib nötig hat –
was könnte ihnen das helfen? So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat,
tot in sich selber.

(Jak.2,16-17)
27

Wer weiß, was er Gutes tun kann und tut es nicht, der macht sich schuldig.

(Jak.4,17)
28

Nicht das ist Frömmigkeit, dass ihr beim Gebet euer Gesicht nach Osten wendet
oder Westen. Frömmigkeit übt vielmehr, wer an Gott glaubt, an den jüngsten Tag,
an die Engel, an das Buch und an die Propheten, seinen Besitz mit Liebe hingibt
an Anverwandte, Waisen, Arme, Wanderer, Bittende und für Gefangene, das Gebet
verrichtet, den Armenbeitrag entrichtet, Verträge hält, die er geschlossen, und
geduldig ist in Drangsal, Unglück und Zeit der Not. Diese sind es, die rechtschaffen
sind, diese sind es, die gottesfürchtig sind.

(Sure 2,172)
29

Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Land, den sollt ihr nicht bedrücken.
Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben
wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der
Barmherzige, euer Gott.

(3.Mose19,33-34)
30

O ihr, die ihr glaubt, wenn am Freitag zum Gebet gerufen wird, dann eilt zum
Gedenken Gottes und lasst das Kaufgeschäft ruhen. Das ist besser für euch, so ihr
Bescheid wisst.

(Sure 62,9)
31

Wahrlich, Wir erschufen den Menschen zur Mühsal. Meint er denn, dass niemand
etwas gegen ihn vermag? Er sagt: „Ich habe ein großes Vermögen verbraucht.“
Meint er, dass niemand ihn gesehen hat? Haben Wir ihm nicht zwei Augen gemacht,
eine Zunge und zwei Lippen, und ihm beide Wege gewiesen? Würde er doch den
steilen Weg hinaufstürmen! Woher sollst du wissen, was der steile Weg ist?
Es ist die Freilassung eines Gefangenen. Oder während der Hungersnot zu speisen
eine verwandte Waise oder einen Armen, der im Staub liegt! Dann wird er zu denen
gehören, die glauben und zu Geduld und Barmherzigkeit mahnen: das sind die
Gefährten der Rechten. Diejenigen aber, die Unsere Botschaft verwerfen, das sind die
Gefährten der Linken. Über ihnen schlägt ein Feuer zusammen.

(Sure 90,4-20)
32

Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit,
der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die
Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn
finden.

(Mt.7,13-14)
33

Wer kein einziges Wesen hasst, freundlich ist und voller heilender Hinwendung, frei
von „Ich“ und „mein“, Gleichmut wahrend in Lust und Leid, voller Geduld, zufrieden,
immer in geeintem Bewusstsein, voller Selbstzucht, mit festem Entschluss, wessen
Denken und Vernunft in mir festgemacht sind, der mir in Liebe hingegeben ist, der
ist mir lieb. Vor wem die Welt nicht zittert und wer nicht zittert vor der Welt, wer frei
ist von Erregung, Ungeduld, Furcht und Zittern, der ist mir auch lieb. Wer unabhängig
ist, rein und rechtschaffen, vorurteilsfrei und aller Sorge ledig, wer alle Vorhaben
aufgegeben hat und mir in Liebe hingegeben ist, der ist mir lieb. Wer nicht heiß
erregt ist noch hasst, wer nicht trauert, wen nicht gelüstet, wer Angenehmes und
Unangenehmes aufgegeben hat, wer voller liebender Hingabe ist, der ist mir lieb. Wer
gegenüber Freund und Feind gleichgesinnt ist, und ebenso auch gegenüber Ehre und
Unehre, Kälte und Hitze, Lust und Leid, wer frei von Anhaften ist – und wem so auch
Tadel und Lob gleich sind, wer schweigsam ist, mit allem zufrieden, ohne Zuhause,
festen Sinnes, - der Mensch, der mich so hingebend liebt – er ist mir lieb.

(Bhagavad-Gita XII,13-19)
34

Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege,
spricht der Barmherzige, sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind
auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin
zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen,
dass sie gibt Samen, zu säen, und Brot, zu essen, so soll das Wort, das aus meinem
Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird
tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.

(Jes.55,8-11)
35

Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus!
Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und
Blut! Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung
wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die
Herrlichkeit des Barmherzigen wird deinen Zug beschließen. Dann wirst du rufen,
und der Ewige wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin
ich. Wenn du in deiner Mitte niemanden unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und
nicht übel redest, sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden
sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein
wie der Mittag.

(Jes.58,7-10)
36

Lass dein Brot über das Wasser fahren; denn du wirst es finden nach langer Zeit.
Verteil es unter sieben oder unter acht; denn du weißt nicht, was für Unglück auf
Erden kommen wird.

(Pred.11,1-2)
37

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

(Rö.12,21)
38

Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.

(Rö.8,14)
39

Es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

(Rö.2,11)
40

Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: „Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott
die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist
ihm angenehm.“

(Apg.10,34-35)
41

Gott hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf
dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und
in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl
fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter gesagt haben: Wir
sind seines Geschlechts.

(Apg.17,26-28)
42

Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur
Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen
sei, zu allem guten Werk geschickt.

(2.Tim.3,16-17)
43

Prüfet alles, und das Gute behaltet.

(1.Thess.5,21)
44

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und
der Besonnenheit.

(2.Tim.1,7)
45

Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles,
was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, dass er euch Kraft gebe nach dem
Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen
Menschen, dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der
Liebe eingewurzelt und gegründet seid. So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen,
welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, auch die Liebe
Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der
ganzen Gottesfülle.

(Eph.3,14-19)
46

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder
das Joch der Knechtschaft auflegen!

(Gal.5,1)
47

Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

(2.Kor.3,6c)
48

Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.

(2.Kor.3,17)
49

Jesus Christus spricht: „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht
ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle
Wahrheit leiten.“

(Joh.16,12-13)
50

Jesus Christus spricht: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er
selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“

(Joh.10,9)
51

Jesus Christus spricht: „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr
wahrhaftig meine Nachfolger/innen und werdet die Wahrheit erkennen, und die
Wahrheit wird euch frei machen.“

(Joh.8,31-32)
52

Es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten
werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit
anbeten.

(Joh.4,23-24)
53

Da fing Johannes an und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb böse Geister aus
in deinem Namen; und wir wehrten ihm, denn er folgt dir nicht nach mit uns. Und
Jesus sprach zu ihnen: Wehrt ihm nicht! Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für
euch.

(Lk.9,49-50)
54

Da sprach Jesus zu ihnen allen: Wer mit nachfolgen will, der verleugne sich selbst
und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer sein Leben
erhalten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen,
der wird’s erhalten. Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt
gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst?

(Lk. 9,23-25)
55

O Herr, mach mir Raum in meiner engen Brust!

(Sure 20,26)
56

Schaff in mir, Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist,
verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von
mir. Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe und mit einem willigen Geist rüste mich
aus.

(Ps.51,12-14)
57

Gottes ist der Westen und der Osten. Wohin immer ihr euch wendet, dort ist Gottes
Angesicht.

(Sure 2,115)
58

O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen
Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht,
damit ihr einander kennenlernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der
Gottesfürchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.

(Sure 49,13)
59

Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu
Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

(Lk.13,29)
60

Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von
denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte
ich: Hier bin ich, hier bin ich!

(Jes.65,1)
61

Gott sagt: „Meint ihr Israeliten, ihr wärt in meinen Augen etwas Besseres als die
Äthiopier, die am Ende der Welt wohnen? Ihr habt recht: ich habe euch aus Ägypten
herausgeführt, aber ebenso die Philister aus Kreta und die Syrer aus Kir.“

(Amos 9,7)
62

Gott sagt: „Sucht mich, so werdet ihr leben.“ … Sucht das Gute und nicht das Böse,
damit ihr leben könnt. Dann wird Gott wirklich bei euch sein, wie ihr behauptet.

(Amos 5,4b.14)
63

Gott, der Hirte der Menschenkinder, sagt: „Ich will das Verlorene wieder suchen und
das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken
und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.“

(Hes.34,16)
64

Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit
kommen.

(1.Tim.2,4)
65

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung
empfangen wird.

(1.Tim.4,4)
66

Niemand hat Gott jemals gesehen. Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott
in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm
bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat.

(1.Joh.4,12-13)
67

Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?,
antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s
beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es! oder: Da ist es!
Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch / inwendig in euch.

(Lk.17,20-21)
68

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die
Wolken gehen. Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes und dein Recht wie
die große Tiefe. Herr, du hilfst Menschen und Tieren. Wie köstlich ist deine Güte, Gott,
dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden
satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit
einem Strom. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir
das Licht.

(Ps.36,6-10)
69

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner
Furcht. Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht
schamrot werden. Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen
Nöten.

(Ps.34,5-7)
70

Für jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, den sie zu vollziehen haben.
So sollen sie nicht mit dir über die Angelegenheit Streit führen… Und wenn sie doch
mit dir streiten, dann sprich: Gott wird am Tag der Auferstehung zwischen euch über
das urteilen, worüber ihr uneins wart.

(Sure 22,67-69)
71

Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die
Sabier, all die, die an Gott und den jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten
ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten.

(Sure 2,62)
72

Streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme
derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: „Wir glauben an das, was zu uns
herabgesandt und zu euch herabgesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist einer.
Und ihm sind wir ergeben.“

(Sure 29,46)
73

Jeder hat eine Richtung, zu der er sich wendet. So eilt zu den guten Dingen um
die Wette. Wo immer ihr euch befindet, Gott wird euch alle zusammenbringen.
Gott hat Macht zu allen Dingen.

(Sure 2,148)
74

Die Leute des Buches sollen wissen, dass sie nicht über die Güte Gottes verfügen,
sondern dass die Güte in Gottes Hand liegt. Er lässt sie zukommen, wem Er will.
Und Gottes Güte ist groß.

(Sure 57,29)
75

Wenn ihr euch abwendet, dann wird Gott Menschen bringen, die er liebt und die ihn
lieben.

(Sure 5,54)
76

Sprich: Ruft Gott oder ruft den Erbarmer an. Welchen ihr auch anruft, Ihm gehören die
schönsten Namen. Und sei nicht laut beim Gebet, und auch nicht leise dabei. Suche
einen Weg dazwischen.

(Sure 17,110)
77

Sagbar das Tao, doch nicht das ewige Tao; nennbar der Name, doch nicht der ewige
Name. Namenlos des Himmels, der Erde Beginn, namhaft erst der zahllosen Dinge
Urmutter. Darum: immer begehrlos und schaubar wird der Dinge Geheimnis, immer
begehrlich und schaubar wird der Dinge Umrandung, beide gemeinsam entsprungen
dem Einen, sind sie nur anders im Namen. Gemeinsam gehören sie dem Tiefen; dort,
wo am tiefsten das Tiefe, liegt aller Geheimnisse Pforte.

(Tao-Te-King)
78

O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!
Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!. … Denn von
ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!

(Rö.11,33.36)
79

Der einzige Gott ist in allen Wesen verborgen, durchdringt alles und wohnt als Seele
in allen Wesen, er wacht über alle Werke, wohnt über allen Wesen, ist Zeuge, Wächter,
ganz für sich allein. Der einzige Herr wohnt in allen Wesen; er macht die eine Form
vielfach. Die Weisen, die ihn in ihrem Inneren wahrnehmen, haben ewiges Glück,
nicht andere.

(aus dem Brahma-Upanishad)
80

Was hast du, was du nicht empfangen hast?

(1.Kor.4,7a)
81

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.

(Rö.15,7)
82

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.

(Gal.2,20a)
83

Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn
nicht? Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.

(Jes.43,19)
84

Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen
könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist’s, was den Menschen
unrein macht.

(Mk.7,15)
85

Jesus Christus spricht. „Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich
glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.“

(Joh.12,46)
86

Wenn der unreine Geist von einem Menschen ausgefahren ist, durchstreift er dürre
Stätten, sucht Ruhe und findet sie nicht; dann spricht er: Ich will wieder zurückkehren
in mein Haus, aus dem ich fortgegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er’s
gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich,
die böser sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie darin, und es
wird mit diesem Menschen hernach schlimmer als zuvor.

(Lk.11,24-26)
87

Sünden der Menschen, damit sie sich bessern sollen. Denn du liebst alles, was ist, und
verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast; denn du hast ja nichts bereitet,
gegen das du Hass gehabt hättest. Wie könnte etwas bleiben, wenn du nicht wolltest?
Oder wie könnte erhalten werden, was du nicht gerufen hättest? Du schonst aber alles; denn es gehört dir, Herr, du Freund des Lebens, und dein unvergänglicher Geist
ist in allem.

(Weisheit 11,23-12,1)
88

Halte dem nicht seine Sünde vor, der sich bessert, und denke daran, dass wir alle auch
Schuld tragen.

(Sirach 8,6)
89

Jesus sagt: Wer sucht, soll so lange weitersuchen, bis er findet. Wenn er aber findet,
wird er erschrocken sein. Wenn er erschrocken ist, wird er staunen. Und er wird König
sein über die unsichtbare Welt.

(Thomas-Evangelium 2)
90

Jesus sagt: Werdet Vorübergehende!

(Thomas-Evangelium 42)
91

Jesus sagt: Wer die unsichtbare göttliche Welt erkennt, aber nicht sich selbst, der hat
alles verfehlt.

(Thomas-Evangelium 67)
92

Wahre Worte sind nicht schön; schöne Worte sind nicht wahr. Dem Guten fehlt die
glatte Zunge; Glattzüngige sind nicht gut. Wissende sind nicht gelehrt; Gelehrte sind
nicht wissend. Der Weise speichert nicht für sich, und da er andern dient, wächst sein
Besitz; und da er andern gibt, so mehrt er sich. Das Tao des Himmels: Nutzen ohne
Schaden. Das Tao des Weisen: Handeln ohne Streit.

(Tao-Te-King)
93

Jesus wandte sich wieder der Volksmenge zu und sagte: »Wenn ihr eine Wolke im
Westen aufsteigen seht, sagt ihr gleich: 'Es wird regnen', und dann regnet es auch.
Wenn ihr merkt, dass Südwind weht, sagt ihr: 'Es wird heiß werden', und so geschieht
es auch. Ihr Scheinheiligen! Das Aussehen von Himmel und Erde könnt ihr beurteilen
und schließt daraus, wie das Wetter wird. Warum versteht ihr dann nicht, was die
Ereignisse dieser Zeit ankündigen? Könnt ihr denn nicht von selbst erkennen, worauf
es jetzt ankommt?“

(Lk.12,54-57)
94

Ich hoffe auf Gott und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun?

(Ps.56,12)
95

Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft
fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht.

(1.Petr.3,15)

Gemeindebüro

Fliednerstr. 6
40489 Düsseldorf
Tel.: 0211 40 12 54
Fax: 0211 408 98 16

Öffnungszeiten:
Dienstag: 15:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag & Freitag: 9:00 - 12:00 Uhr


Flüchtlingshilfe

Kaiserswerth: 0157-525 718 39
Lohausen: 0157-589 207 26